KERN-LIEBERS Rieden Starkes Verhandlungsergebnis ist eine klare Warnung an alle Arbeitgeber im Allgäu

Presseinformation vom 03.07.2026

Warnstreik Eberle Rieden


KERN-LIEBERS Rieden: Starkes Verhandlungsergebnis ist eine klare Warnung an alle Arbeitgeber im Allgäu

 

Rieden, 03.07.2026

Nach intensiven und schwierigen Verhandlungen haben die IG Metall Allgäu und der Betriebsrat am KERN LIEBERS Standort in Rieden einen massiven Verhandlungsdurchbruch erzielt. „Natürlich ersetzt keine Abfindung einen Arbeitsplatz. Viele Kolleginnen und Kollegen stehen vor einer unsicheren Zukunft. Umso wichtiger war es, für uns die bestmögliche Absicherung zu erreichen. Die Kolleginnen und Kollegen haben durch ihren Einsatz deutlich gemacht, dass der Konzern mit ihnen nicht einfach machen kann, was er will. Dieses gute Ergebnis trägt unsere Handschrift“, so Atilla Emil, Betriebsratsvorsitzender KERN LIEBERS Rieden. Zwar konnte die bittere Entscheidung des Konzerns zur Schließung des Standorts nicht mehr verhindert werden, doch die Belegschaft hat sich erhebliche Verbesserungen bei den sozialen Ausgleichsmaßnahmen erkämpft.

„Dies ist ein deutliches Signal an alle Arbeitgeber der Region: Wer glaubt, im Allgäu geräuschlos Standorte dichtmachen und sich auf Kosten der Beschäftigten und ihrer Familien aus der Verantwortung stehlen zu können, täuscht sich gewaltig“, so Philip Kränsel, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Allgäu.

 

Die Erfolge im Überblick

  • Ein um 55 Prozent höheres, siebenstelliges Abfindungsvolumen gegenüber den ursprünglichen Plänen des Konzerns.
  • Die Einrichtung einer Transfergesellschaft mit einer Mindestverweildauer inklusive einer Aufzahlung durch den Arbeitgeber.
  • Zusätzliche soziale Leistungen für Beschäftigte mit Kindern und Schwerbehinderungen sowie ein Härtefallfonds.

 

Kein billiger Ausverkauf im Allgäu

Für die IG Metall bleibt die Schließung des Standorts eine Fehlentscheidung des Konzerns. „Die Perspektiven, die wir dem Konzern aufgezeigt haben, waren hervorragend. Dass was gefehlt hat, war unternehmerischer Mut und Innovationswillen auf Seiten des Arbeitgebers“, erklärt Jasmin Steinert, 1. Bevollmächtigte der IG Metall Allgäu. „Aber wir haben gezeigt, dass wir solche Entscheidungen im Allgäu nicht widerstandslos hinnehmen. Einen Ausverkauf von Arbeitsplätzen wird es mit uns nicht geben!“