Pressemitteilung IG Metall Allgäu begrüßt Forderungsbeschluss zur Tarifrunde 2026

Fünf Prozent mehr Entgelt, 110 Euro mehr für Auszubildende, faire Beteiligung am Erfolg und sichere Perspektiven für die Beschäftigten: Die Tarifkommission der IG Metall Bayern hat am Dienstag in Reichertshofen die Forderungen für die Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie beschlossen.

Tarifbewegung 2026

24. September 2026 24. September 2026


Aus Sicht der IG Metall Allgäu setzt die Tarifkommission damit die richtigen Schwerpunkte. Die wirtschaftliche Lage mag in einzelnen Branchen unterschiedlich sein, doch die Beschäftigten haben in den vergangenen Jahren mit ihrer Leistung dafür gesorgt, dass Unternehmen auch durch schwierige Zeiten gekommen sind. Gleichzeitig belasten steigende Lebenshaltungskosten viele Kolleginnen und Kollegen weiterhin spürbar.

Thomas Reiter, Betriebsratsvorsitzender bei DMG Mori Pfronten, erklärt: „Verlässliche Tarifabschlüsse sind weit mehr als ein Plus auf dem Lohnzettel. Sie stärken die Beschäftigten und sorgen dafür, dass die Wertschöpfung dort ankommt, wo sie erwirtschaftet wird. Jeder erkämpfte Euro fließt zurück in den regionalen Wirtschaftskreislauf und stärkt Handel, Handwerk, Gastronomie und Dienstleistungen vor Ort. Gute Tarifverträge sind deshalb ein Konjunkturprogramm aus der Kraft der Beschäftigten für die Menschen in der Region.“

Darüber hinaus will die IG Metall Bayern die Tarifrunde nutzen, um mit den Arbeitgebern über Zukunftsinvestitionen, Beschäftigungssicherung und Standorte zu sprechen. Der anhaltende Druck auf industrielle Arbeitsplätze, Standortverlagerungen und Stellenabbau zeigen, dass die Transformation aktiv gestaltet werden muss. 

„Unsere Botschaft an die Arbeitgeber ist eindeutig. Die Beschäftigten erwarten Respekt für ihre Leistungen in diesen schwierigen Zeiten. Wir brauchen einen Tarifvertrag, der Kaufkraft sichert, Fachkräfte bindet und den Wert unserer Arbeit anerkennt“, so Arthur Steiger, Mitglied der Tarifkommission der IG Metall Bayern und Stellvertretender Betriebsratsvorsitzender von Bosch im Allgäu.

Neben den Entgeltforderungen strebt die IG Metall Bayern eine tarifliche Gewinnbeteiligung in wirtschaftlich erfolgreichen Betrieben sowie eine soziale Komponente zur stärkeren Entlastung niedrigerer Entgeltgruppen an. Damit sollen sowohl die unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklungen in den Betrieben als auch die besonderen Belastungen von Beschäftigten mit geringeren Einkommen berücksichtigt werden.

Für die IG Metall Allgäu ist dabei eines klar: Gute Tarifabschlüsse stärken nicht nur die Beschäftigten selbst, sondern die gesamte Region.

Die IG Metall Allgäu wird die Kolleginnen und Kollegen in den kommenden Wochen über die weiteren Schritte der Tarifrunde informieren und gemeinsam für ein starkes Ergebnis eintreten. Die erste Tarifverhandlung in Bayern findet am 8. Oktober statt. Ende Oktober läuft der aktuelle Entgelttarifvertrag aus.

„Eine starke Tarifbewegung braucht viele starke Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter. Wer von guten Tarifverträgen profitieren will, sollte Teil der Gemeinschaft werden, die sie durchsetzt“, so Jasmin Steinert, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Allgäu.